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Haushaltsrede 2021

Im Haushalt wurden gemeinsam mit allen Fraktionen Zeichen gesetzt und trotz der
unsicheren Lage hohe Investitionen auf den Weg gebracht.
Genau hinschauen müssen wir aber, wenn es um unseren Grundsatzbeschluss zu den
Rücklagen geht. 8 Millionen haben wir beschlossen - das taucht aber in der Perspektive ab
2023 nicht mehr auf.

Nein, im letzten und in diesem Jahr war wirklich nichts normal. Es ist langsam an der Zeit

wieder zu einem nahen Miteinander zu finden. Corona hat dies erfolgreich verhindert und

so waren die Informationen und Abstimmungen, auch in der eigenen Fraktion, mit

erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Trotzdem werden wir heuer einen Haushalt

verabschieden, der von Mut und Weitsicht geprägt ist. Ausdrücklich möchte ich die von

Freundschaft und Vertrauen geprägte Zusammenarbeit in unserer Fraktion , mit der

gewohnten ÖDP, aber auch mit der FFK und der JU hervorheben. Trotz der verschiedenen

politischen Grundeinstellung bemüht sich jeder um Sachpolitik und sucht für unsere Stadt

das wirklich Beste.

Im Haushalt wurden gemeinsam mit allen Fraktionen Zeichen gesetzt und trotz der

unsicheren Lage hohe Investitionen auf den Weg gebracht.

Genau hinschauen müssen wir aber, wenn es um unseren Grundsatzbeschluss zu den

Rücklagen geht. 8 Millionen haben wir beschlossen - das taucht aber in der Perspektive ab

2023 nicht mehr auf. Wir müssen uns wirklich um eine echte Prioritätenliste kümmern, um

nicht irgendwann die nächsten Jahre im Nebel zu stochern. Eine gewisse Kreditaufnahme

ist dann auch hinzunehmen. Wir müssen das Ganze- unsere Heimatstadt - im Blick haben.

Es darf aber auf keinen Fall passieren, dass wir wegen Corona Gebühren und/oder Steuern

erhöhen , um einen Haushalt hinzubiegen. Dem würden wir uns massiv entgegen

stemmen.

Auch brauchen wir Maßnahmen um unsere Innenstadt, gerade jetzt , zu stärken. Unser

Antrag zum Leerstandsmanagement wurde abgelehnt, obwohl auch schon vor Corona

einige Entwicklungen absehbar waren. Wir möchten das Gesicht unserer Innenstadt noch

erkennen. Die Innenstadt muss erreichbar bleiben. Das Internet zahlt keine Parkgebühren

und nutzt auch nicht einen noch so guten ÖPNV, den wir alle sicher vermehrt im Auge

behalten müssen. Ohne Geld geht das sicher auch nicht. Überregional muss an der

Wasserstoffstrategie- Alle haben`s in der Zwischenzeit als eigene Idee verkauft- mit Macht

weitergearbeitet werden. Auch wären wir dankbar, wenn Informationen rechtzeitig an uns

herangetragen werden. Ich möchte nur 2 Beispiele nennen: die Ansiedlung von Amazon

und den Neubau der Polizei.

Sehr froh bin ich, dass auch mal eine kleine Einsparung auf der Zumsteinwiese

durchgesetzt werden konnte, auch wenn da sicher noch ein bisschen mehr möglich

gewesen wäre.

Eine Renovierung des Engelhaldeparks, die zuerst als unnötig abgelehnt worden war, ist ja

auch in kleinen Schritten in Gang gekommen. Der Druck, zum Beispielauf die

Toilettensituation, wird sicher größer, wenn das Gelände von Saurer-Allma von Sozialbau

entwickelt wird. So verlangt gerade die Wohnbauentwicklung, auch bei der Aufstellung

des neuen Flächennutzungsplans, in einer weiter wachsende Stadt unsere ungeteilte

Aufmerksamkeit.

Wir von der FDP stimmen dem Haushalt zu, ich danke für die sachorientierte Arbeit.

Bleiben Sie negativ, denken Sie positiv!

Ullrich Kremser FDP